Rundum-Tour -Fehmarn-

Nachdem wir unsere Kopenhagen Tour mit viel Freude durchgeführt hatten, wollten wir noch mal etwas mehr laufradeln. So sind wir zu einer Rundum-Tour gestartet und haben laufend und radelnd Fehmarn umrundet.

Da wir es ruhig angehen wollten, haben wir die Tour in zwei Etappen aufgeteilt und dazwischen übernachtet.

Vorbereitung

Unser Lastenrad, Zündapp Cargo, haben wir mit allem gepackt was wir für zwei Tage brauchten. Mit unserer Erfahrung von der Kopenhagen Tour war das nicht schwer. Wir konnten vieles Zuhause lassen weil wir es nicht brauchen würden und hatten so deutlich weniger Gepäck an Bord. Natürlich auch weil die Strecke und Zeit viel kürzer waren.

Die Strecke

Zunächst mussten wir von unserem Zuhause an die Küste gelangen und haben uns dabei für den Strand von Altenteil entschieden. Hauptsächlich weil er in guter Distanz zu dem Campingplatz liegt wo wir übernachten wollten.

Insgesamt würden wir ca. 80 Kilometer zurücklegen, wobei es schon 6 Kilometer bis zum Strand sind.

Der Modus

Wieder würden Lydia und Harald sich beim Laufen und Radeln abwechseln. Außerdem würde ein großer Teil der Strecke gemeinsam geradelt.

Etappe 1

Das Einpacken war schnell geschafft, wir hatten ja jetzt Erfahrung. Zum Strand nach Altenteil sind wir dann zusammen im Lastenrad gefahren. Dort angekommen ist Lydia zu ihrer ersten Laufeinheit gestartet.

Wir haben uns bei der Rundum-Tour für den Weg links herum, d.h. gegen den Uhrzeigersinn entschieden. Ganz einfach deshalb, weil so der Wind von hinten kam und wir nicht gegen den Wind anlaufen bzw. radeln mussten.

Der Weg führt auf dem niedrigen Deich entlang des Meeres und ist sehr schön. In Westermarkelsdorf kann man dann den historischen und den neuen Leuchtturm bewundern. Ab da geht es ein paar Kilometer hinter dem Deich nach Bojendorf an den Strand.

Am Campingplatz Wallnau vorbei über den Deich bis nach Püttsee und weiter nach Flügge. Man passiert dabei das Naturschutzgebiet Wallnau und den Gedenkstein für das letzte Konzert von Jimi Hendrix, bevor man zum Flügger Leuchtfeuer kommt, einem Wahrzeichen der Insel.

An dieser Stelle kann man sogar gleich zwei Wahrzeichen bewundern, denn auch die Fehmarnsundbrücke ist sehr gut zu sehen.

Zwischenzeitlich hatten wir getauscht und jetzt lief Harald und Lydia fuhr das Lastenrad. Über den kleinen Ort und Hafen Orth, ging es vorbei an Gollendorf nach Lemkenhafen. Danach weiter nach Westerbergen um an Gold vorbei zum Leuchtturm Strukkamphuk zu kommen.

Hier erwartet einen ein besonderer Blick, denn wenn man vor dem Leuchtturm um die Ecke biegt zeigt sich die Fehmarnsundbrücke ganz nah und in voller Bracht. Das war dann auch das nächste Ziel, das wir gemeinsam auf dem Rad erreichten.

Nach Rast unter der Brücke fuhren wir durch den Ort Fehmarnsund und weiter nach Wulfen. Beim dortigen Wake Park kehren wir ein und ließen uns ein verspätetes Mittagessen schmecken.

Anschließend ging es über den Deich zum Fischereihafen Burgstaaken und weiter Richtung Burg Tiefe zu den drei Hochhäusern. Vorher machten wir jedoch auf einem der großen Feldsofas Rast, bewunderten die Aussicht und genossen die Sonne.

Am Südstrand hielten wir uns links und erreichten schon bald unsere Campingplatz für die Nacht.

Wir waren noch voll in der Routine von der Kopenhagen Tour und so war das Lager blitzschnell aufgebaut. Nach dem Duschen machten wir uns etwas zu Essen und gönnten uns noch einen schönen Abendspaziergang am Strand bevor wir eine ruhige Nacht genossen.

Etappe 2

Am nächsten Morgen begrüsste uns wieder die Sonne und wir frühstückten gemütlich in unserem Zelt. Anschließend wurde abgebaut und eingepackt. Der zweite Teil der Rundum Tour Fehmarn konnte beginnen.

Jetzt kamen wir in den hügeligen Teil der Insel und Lydia übernahm die erste Laufeinheit. Das macht es für Harald leichter die Hügel zu erradeln. Auch wenn sie nicht hoch sind, ist es mit dem Lastenrad immer eine kleine Herausforderung. Aber mit etwas Voraussicht, Anlauf und geschicktem Einsatz von Schaltung und Unterstützung konnten alle Anstiege gut gemeistert werden.

Vom Campingplatz ging es über ein paar Straßen zum Marinestützpunkt am Meer. Dann auf dem Radweg entlang der Steilküste nach Norden. In der Ferne kann man bald Marienleuchte sehen und die Fährschiffe die im Hafen von Puttgarden ein- und ausfahren.

Bis dahin ist es jedoch noch ein recht weiter Weg und so machten wir die ein oder andere kleine Pause. Später wechselte Harald zum Laufen und Lydia fuhr das Lastenrad.

Natürlich mussten wir uns auch die Baustelle des Fehmarnbelttunnels anschauen, denn die ist kaum zu übersehen. Es wurde eigens eine Beobachtungsplattform errichtet wo man eine guten Überblick über die sich ständig ändernde Baustelle bekommt. Wir konnten sogar einen neuen Radweg nutzen der im Zuge der Bauarbeiten angelegt worden war.

Auch in Puttgarden machten wir noch mal kurz Rast und sahen der Fähren beim Ein- und Auslaufen zu. Weiter ging es am Meer entlang in Richtung Westen zum grünen Brink. An der Beltbude gönnten wir uns ein paar leckere Pommes und chillten in einem Strandkorb, bevor es weiter ging.

Ja, und dann mussten wir die Beltbude nochmal besuchen, denn wir hatten schon wieder etwas vergessen. Diesmal unsere Patchworkdecke. Die hat Lydia selbst genäht und deshalb sind wir schnell zurück gefahren und waren heilfroh das sie noch da war.

Nun durften wir noch ein kleines Stück Wald erleben, der am grünen Brink beim Niobe Denkmal wächst und wohl das größte Waldstück der Insel ist. In der waldreichen Eifel würde man es wahrscheinlich kaum auffallen, aber hier ist es etwas besonderes.

Auch etwas besonderes sind die mittlerweile ausgedehnten Steinfiguren und -muster die fleissige Touristen am Strand zwischen Gammendorf und Wenkendorf gelegt haben. Was mit einfachen Kreisen aus dicken Kieselsteinen anfing, zieht sich jetzt schon über einige hundert Meter mit vielfältigen Formen.

Dann waren wir auch schon zurück in Altenteil am Strand und unsere Rundum Tour Fehmarn war quasi beendet. Allerdings mussten wir natürlich noch die 6 Kilometer bis zu unserem Zuhause radeln, aber das ging schnell vorbei.

Anschließend haben wir alles ausgeräumt und im Haus verstaut. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht und wir haben gemerkt wie gut wir die Routine für Reisen mit dem Lastenrad jetzt schon drauf haben.

Es können also weitere Touren geplant werden, mal sehen was uns da noch so einfällt…