
Hier geht es zu den Videos vom 800km-Heimat-Lauf Teil 2: https://www.youtube.com/watch?v=TOkHtciVnd0&list=PL3EYTG0PFGRPvPaZL7Kxhs76Y-_G3QTCk
Mit dem 800km Heimat-Lauf Projekt hatten wir noch eine Rechnung offen, die wir jetzt mit einem zweiten Teil begleichen wollen.
Über den Verlauf und die Erlebnisse des ersten Teils kannst du dich auf folgender Seite informieren: Streckenplanung & Verlauf die zugehörigen YouTube-Videos findest du hier: Zu den Videos (Youtube). Alles wissenswerte zu der grundsätzlichen Idee findest du hier:
Was noch offen ist/war.
Im ersten Teil ist Harald in 14 Tagen mit jeweils 2 Etappen von Petersdorf auf Fehmarn bis nach Dortmund gelaufen. Lydia hat in dieser Zeit den Van gefahren und sich auch sonst um alles gekümmert. Trotz der sehr guten Rundum-Betreuung musst Harald das Projekt aus gesundheitlichen Gründen beenden.
Die Strecke von Dortmund bis Monreal mit 200 Laufkilometern blieb somit offen.
Natürlich konnte das nicht so bleiben und deshalb gehen wir das Projekt jetzt in einem zweiten Teil an.
Das ist neu.
Wir haben aus dem ersten Teil gelernt und ein paar Veränderungen vorgenommen. Zum einen haben wir keinen Zeitdruck mehr, da wir nun einen eigenen Van nutzen und nicht an Mietzeiten gebunden sind.

Zum anderen hat es uns gestört, dass Lydia zwar einen sehr großen Beitrag zum Projekt geleistet hat, aber letztlich keine Laufkilometer beigesteuert hat. Wir sind beide Streakrunner und da lag es nahe das jetzt auch Beide am Streckenfortschritt beteiligt sind.
Wir werden uns also beim Laufen und Van fahren abwechseln und die Strecke in einem Staffellauf bewältigen. Zusätzlich haben wir auch die Tageskilometer reduziert um keine Überlastung zu provozieren.
Unter dieser neuen Herausforderungen wurde folgender Plan erstellt:
0.Tag ( Sonntag, 05.04.2026)
Wir reisen mit unserem CamperVan nach Dortmund an die Stelle wo wir den ersten Teil des Projekts beendet hatten. Dort werden wir eine Nacht bleiben und dann am nächsten Tag los laufen.
1. Tag (Montag, 06.04.2026)
Am ersten Tag stehen zwei Etappen an bei der sich Harald und Lydia abwechseln. Wir wollen es ruhig angehen lassen und uns ein bisschen einlaufen und zurecht finden.
Etappe 1 -geplant- (20,8 km)
Von Dortmund geht es Richtung Süden zum Hengsteysee, einem der Ruhrseen.

Zwar starten wir in der Großstadt Dortmund, aber eher am Rand und so verläuft die erste Etappe überwiegend durch Felder und Wälder. Es werden nur wenige, klein bis mittelgroße Orte berührt.
Da sollte genug Zeit und Gelegenheit sein die Natur zu genießen.
Geplante Gesamt-Strecke bisher: 20,8 km
Etappe 1 -gelaufen-
Bei bestem Laufwetter hatten wir einen guten Start für unseren Staffellauf von Dortmund nach Monreal. Auf den ersten Kilometern hatte Harald sogar eine ortskundige Begleiterin und so lief es sicher und kurzweilig.
Allerdings stellten wir schnell fest, dass der Süden von Dortmund alles andere als flach ist. Schon nach kurzer Zeit mussten die ersten Hügel erklommen werden. Da war dann Wandern angesagt, denn es galt Kräfte zu sparen wo es ging.
Als der Hengsteysee endlich auftauchte hatte Harald schon so manches kleine Abenteuer mit dem Weg oder besser der Streckenführung erlebt. Am PC sieht das alles immer so flach aus und die Wege stellen sich immer als breit und gut dar. Die Realität zeigt sich jedoch davon unbeeindruckt und schreibt ihre eigenen Regeln.
Etappe 2 -geplant- (4,95 km)
Die zweite Etappe des Tages führt überwiegend am Hengsteysee entlang und nutzt damit die Laufstrecke des Ruhrseen-Halbmarathons, der ca. eine Woche später hier stattfindet. Deren Motto lautet „Natur pur – entlang der Ruhr“.
Deshalb hoffen wir auf gute Wege und schöne Aussichten. Immerhin werden wir viel Wasser zu sehen bekommen. Auch zwei Brücken gilt es zu überqueren bevor wir bei unserem ersten Nachtlagerplatz angekommen sind.

Geplante Gesamt-Strecke bisher: 25,75 km
Etappe 2 -gelaufen-
Nach einer Mittagspause auf den kleinen und wegen des guten Wetters und Feiertags proppenvollen Parkplatz (enorm das Lydia den CamperVan da noch unter gebracht hat), startet Lydia zur 2.Etappe des Tages.
Eigentlich eine leichte Tour, wenn da nicht plötzlich der Weg gesperrt gewesen wäre und die schöne Planung umgeworfen werden musste. Aber Lydia hat einen parallelen Weg gefunden und konnte die Sperrung umgehen.
Ansonsten hatte sie viel Spaß bei Sonnenschein am schönen Ufer des Hengsteysees.
Die Nacht verbrachten wir auf einen kostenlosen Wohnmobilstellplatz bei Herdecke, direkt am See.
2. Tag (Dienstag, 07.04.2026)
Am zweiten Tag stehen erstmals 3 Etappen an und wir starten wieder mit einer langen.
Etappe 1 -geplant- (18,6 km)
Vom Hengsteysee zum Platsch.
Das Ziel der ersten Etappe ist ein Schwimmbad mit dem schönen Namen Platsch. Auf dem dortigen Parkplatz steht der erste Wechsel an. Der Weg dahin ist wieder mit viel Natur vollgepackt, will heißen, einsame Wege durch Wald und Flur.
Erst im zweiten Teil der Etappe wird es urbaner und das bis zum Platsch am Schluss.

Geplante Gesamt-Strecke bisher: 44,35 km
Etappe 1 -gelaufen-
Der erste Tag war etwas zum Einlaufen und hatte deshalb nur 2 Etappen, ab Tag 2 wollten wir nun 3 Etappen täglich laufen.
Das Wetter war weiterhin bestens, d.h. kühl bis kalt aber strahlender Sonnenschein, also prima zum Laufen. Allerdings blieben uns die Berge erhalten und schon nach wenigen Metern war für Harald Wandern angesagt.
Es ging munter rauf und wenig runter und so zogen sich die Kilometer immer länger hin. Schon am ersten Tag hatten wir feststellen müssen, dass wir mehr Zeit gebraucht haben als geplant. Am 2. Tag wurde das noch deutlicher.
Aber es geht nicht um Tempo sondern um Strecke und das wir das gesamte Projekt durchhalten. Das zumindest haben wir aus dem ersten Teil gelernt ( siehe 800km-Heimat-Lauf). Als Vollblutläufer fällt es einem jedoch trotzdem sehr schwer längere Abschnitte zu gehen.
Obwohl das Tempo deshalb recht niedrig war, war Harald doch ganz schön geschafft als er endlich am Platsch (was für ein witziger Name für ein Schwimmbad) ankam.
Etappe 2 u. 3 -geplant- (7,14 km u. 7 km)
Noch mehr Natur gibt es in dieser Etappe, die nur durch einen Ort und ansonsten durch Wald geht. Das wird sicher erholsam, aber auch einsam.
Im Zielort Filde werden wir die Mittagspause verbringen und uns etwas ausruhen.

Die dritte Etappe führt uns nach Radevormwald. Da passt es ja gut das wir fast nur durch den Wald vor Radevormwald laufen.

Geplante Gesamt-Strecke bisher: 58,49 km
Etappe 2 u. 3 -gelaufen-
Diesmal gab es keine Mittagspause, sondern einen fast fliegenden Wechsel und Lydia war auf der Strecke.
Sie hatte allerdings schon Reis aufgekocht und in den Kochsack gepackt, damit wir am Ende der Etappe direkt zu Mittag essen könnten.
Auch Lydia durfte wieder einige Berge genießen und hatte diesmal auch von der Navigation keine simple Strecke. Es ging durch den Wald und da galt es an jeder Abzweigung genau schauen und richtig auswählen.
Unterstützt hat uns dabei die App Komoot (das ist keine Werbung), die uns Richtungsangaben aufs Ohr gegeben hat. Man muss sich allerdings mit den Angaben etwas anfreunden und manchmal auch blind vertrauen und nicht selten auch noch mal selber auf die Karte schauen.
Harald hatte derweil mit dem CamperVan sein eigenes Abenteuer, denn irgendwie meinte Google eine Straße sei gesperrt und navigiert Harald deshalb über kleinere Weg zum ersten Wechsel. Immerhin war die gesamte Strecke asphaltiert, wenn auch gerade so breit wie der Wagen. Es gab Stellen, da musste man rangieren um um die Haarnadelkurven zu kommen. Eine Abzweigung konnte nur aus einer Richtung genommen werden und war so schmal das Harald sie beim ersten Mal verpasst hat und zweimal wenden musste.
Nur eine Minute vor Lydia kam der CamperVan am vereinbarten Treffpunkt an. Diese Mittagspause hatte sich damit Beide verdient.
Die Nachmittagsetappe verlief, abgesehen von den 330 Höhenmetern auf 7 Kilometer etwas lockerer. Der Zielort Radevormwald ist allerdings auf wenigstens 100 Hügeln erbaut von denen jeder steiler wie der andere ist.
Der kostenlose Wohnmobilstellplatz direkt in der Innenstadt entschädigte aber für die Tortur und bot auch gute Einkaufsmöglichkeiten.
Zu Tag 1 und 2 gibt es auch ein Video auf unseren YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/watch?v=TOkHtciVnd0&t=5s
3. Tag (Mittwoch, 08.04.2026)
Wieder stehen 3 Etappen auf dem Programm, das so hoffentlich zur Routine wird.
Etappe 1 -geplant- (20,4 km)
Als Zielort haben wir Agathaberg ausgewählt, ein kleines Örtchen. Aber das Besondere an dieser Etappe sind die Talsperren und Stauseen an denen wir vorbei laufen.
Wir sind gespannt auf die Bevertalsperre, die Neyetalsperre und deren Stauseen. Sicher werden wir einige Fotos und auch Videos davon machen.

Geplante Gesamt-Strecke bisher: 44,35 km
Etappe 1 -gelaufen-
Heute war Talsperren-Tag, so schien es zu mindestens. Nach dem sich Harald über die letzten steilen Hügel von Radevormwald gekämpft hatte, wurde es traillig.
Auf der Höhe schlängelte sich ein wunderbarer Single Trail durch die sonnenbeschienene Landschaft. Bald war die erste Talsperre erreicht. Bis an ihr Ufer musste jedoch ein Bauernhof durchquert werden, wobei der Bauer so grimmig schaute als sei man durch sein Schlafzimmer gelaufen und dann hinter dem Stall ein fast zugewachsener steiler Pfad gefunden werden.
Am Ufer der Bevertalsperre war es dann jedoch wieder herrlich. Am See entlang auf einem Waldweg umgeben von Bäumen macht das Laufen zum reinen Vergnügen. Auch navigieren ist das stressfrei, solange man den See an seiner Seite hat.
Natürlich blieb es nicht dabei und Komoot streute immer mal wieder einen Hügel ein, damit es nicht allzu einfach oder gar langweilig wurde. Ein kleines Highlight war die Überquerung der Staumauer. Und gleich dahinter gab es dann als kleines Salz in der Suppe ein Stück das Bergpfad hieß. Na, wir würden dazu Gemsenpfad sagen und das Ding als unbegehbar einstufen. Harald wäre tatsächlich auch fast nicht rauf gekommen.
Dann wieder wunderbare Wege und Pfade auf den Hügelkämmen und alsbald die Neyetalsperre. Hier hatte sich das Routenplanungsprogramm etwas besonders pittoreskes ausgedacht und wollte den Läufer vor der Staumauer ganz nach unten schicken und auf der anderen Seite wieder hinauf. Das hat sich Harald dann gespart und ist über die Staumauer gelaufen.
In Wipperfürth war ein Zwischenhalt geplant, denn da gab es für den CamperVan eine Ver- und Endsorgungsstation inkl. kostenlosen Stellplätzen. Lydia wartete auf Harald und gemeinsam mühten sich die beiden Novizen in Sachen Camper an der Station ab. Es hat aber nach etwas hin und her alles geklappt und mit frischem Wasser und leeren Schmutztanks konnte Lydia weiter fahren.
Harald setzte seinen Lauf fort mit Ziel Agathaberg, wobei der Name Programm ist, also zumindest das Berg im Namen. An einer imposanten Kirche wartet Lydia für den ersten Wechsel des Tages.
Etappe 2 u. 3 -geplant- (8,1 km u. 8,55 km)
Eine hoffentlich idyllische Wald-Etappe steht als Zweites an diesem Tag an. Mal sehen ob wir Fuchs und Hase sehen die sich da gute Nacht sagen.
Mittagsessen und Mittagsruhe gibt es in Brochhagen.

Die Wohnmobilsstellplätze in Engelskirchen sind unser Ziel am 3. Tag und gleichzeitig unser Nachtlager. Mit dem direkt nebenan gelegenen Supermarkt sind wir auch gleich bestens versorgt.

Geplante Gesamt-Strecke bisher: 75,14 km
Etappe 2 u. 3 -gelaufen-
Wieder machten wir einen fliegende Wechsel und Lydia war auf ihrer Etappe. Die Berge ließen sie nicht los, allerdings waren die Höhenmeter negativ, d.h. es sollte 170 Höhenmeter runter gehen.
Wenn das Ziel niedriger als der Start liegt, dann heißt das jedoch nicht, dass es keine Steigungen mehr dazwischen gibt. So hatte Lydia auch eine kleine Berg und Tal Etappe, immerhin zugunsten des Tals.
Harald erging es nicht viel besser, wobei 120 positive Höhenmeter angesagt waren. Das sich diese zu 150 Höhenmeter auswuchsen und nahezu alle auf den ersten 2,5 Kilometern bewältigt werden mussten war schon heftig.
Die Krönung war dann einen Stelle wo beim besten Willen kein Weg mehr erkennbar war. Harald lief mehrfach an der Stelle auf und ab wo die Abzweigung sein sollte ohne eine Spur zu finden. Ein etwas späterer Abzweig entpuppe sich als Holzweg und erst die Übersteigung eines maroden Zauns brachte Harald in die Nähe der Zivilisation zurück, um mit weiteren Anstiegen belohnt zu werden.
Anschließend durfte jedoch überwiegend Downhill gelaufen werden durch Wald und an Bächen entlang. Das ein oder andere Mal flossen diese sogar über den Weg und es war nicht ganz einfach trockenen Fußes ins Ziel zu kommen.
Aber alles geschafft und den CamperVan sicher erreicht. Damit war Tag 3 erfolgreich abgeschlossen, mal sehen was die weiteren Tage bringen.
4. Tag (Donnerstag, 09.04.2026)
Der Rhythmus sollte jetzt gefunden sein und der Tagesablauf mit den 3 Etappen gut ablaufen.
Etappe 1 -geplant- (20,7 km)
Wer jetzt dachte mehr Natur geht nicht, der wird sich über diese Etappe wundern, den da gibt es Wald so weit das Auge reicht bzw. die Füße tragen.
Gewechselt wird in Seelscheid und zumindest da sollten einigen Seelen wohnen, denn wir nutzen den Parkplatz eines Supermarktes.

Geplante Gesamt-Strecke bisher: 95,84 km
Etappe 1 -gelaufen-
Also wer es noch nicht wusste oder ahnte, Engelskirchen liegt im Tal, im sehr tiefen Tal. Schon nach einem knappen Kilometer war wandern angesagt, denn die Steigungen waren wieder extrem. Fast 7 Kilometer kam Harald deshalb nur langsam voran. Auch waren die Wege teilweise so zerfurcht und aufgerissen das selbst gehen schwierig wurde. Dazu kamen ein paar schlammige Stellen, die bei der Überquerung besonderes Geschick erforderten.
Aber wer rauf läuft, der darf auch irgendwann wieder runter laufen und so wurde der Lauf dann doch noch zum Vergnügen. Fast die gesamten 2/3tel Restweg konnten gelaufen werden. Das letzte Drittel sogar mit einem ganz leichten Gefälle auf einem asphaltierten Radweg.
Angenehmer Ausklang der ersten Etappe, die wieder von strahlendem Sonnenschein begleitet wurde.
Etappe 2 u. 3 -geplant- (6,7 km u. 6,3 km)
Etwas mehr Zivilisation erwartet uns auf der zweiten Etappe des Tages, wenn auch nicht viel. Immerhin geht es durch einige Orte und wieder ist das Ziel ein Supermarkt Parkplatz. Wir wechseln allerdings die Marke.
Für das Mittagessen können wir uns also ganz frisch eindecken.

Die dritte Etappe des Tages bringt uns in Gebiete die wir fast schon kennen. Als Attraktion wartet noch die Wahnbachtalsperre auf uns, bevor wir in der Siegaue unser Nachtlager aufschlagen.

Geplante Gesamt-Strecke bisher: 108,84 km
Etappe 2 u. 3 -gelaufen-
Lydia machte sich auch sogleich auf ihre Etappe und traf es richtig gut an, denn der Downhill setzte sich fort. Zwar war er mit ein paar kurzen Anstiegen gespickt, aber die wurden leicht genommen.
Lydia hatte einen hohen Anteil an Radweg dabei, was allerdings auch bedeutete, dass daneben der Straßenverkehr rollte und das war nicht wenig. Gut das wir mit grellen T-Shirts und noch grelleren Warnwesten unterwegs sind.
Harald hatte kaum das Mittagessen fertig, da war Lydia auch schon am CamperVan.
Die dritte Etappe des Tages war dann noch besser. Es ging nur vergab mit gut laufbarem Gefälle, komplett auf Asphalt und auf Nebenstraßen. Dabei war es recht idyllisch mit einer Walnuss-Allee, einem Gut und nochmal einer mächtigen Talsperre.
Wir haben jetzt nicht nur den Rhein-Sieg-Kreis erreicht, sondern auch die Sieg und haben auf einem sehr hübschen, ruhigen Stellplatz unser Nachtlager aufgeschlagen.
5. Tag (Freitag, 10.04.2026)
Ob das ein angenehmer Übernachtungsplatz war müssen wir mal sehen, denn er ist bei der Kläranlage und nicht weit von der Autobahn entfernt Egal, denn jetzt geht es schon weiter.
Etappe 1 -geplant- (19 km)
Von der Sieg zum Rhein führt uns die erste Tagesetappe auch wenn wir den Rhein wahrscheinlich noch nicht zu sehen bekommen. Dafür gibt es wieder ganz viel Natur, denn wir folgen nicht der Sieg zum Rhein, sondern queren den Wald in Richtung Süd-Westen.
Dazu passend ist ein Waldparkplatz in Königswinter unser Etappenziel.

Geplante Gesamt-Strecke bisher: 127,84 km
Etappe 1 -gelaufen-
Zuerst einmal, der Stellplatz an der Siegaue war sehr schön und idyllisch und wir hatte eine recht ruhige Nacht. Es gab zwar ein wenig Fluglärm vom Köln-Bonner Flughafen, aber das ist sicher auch von der aktuellen Windrichtung abhängig. Die Kläranlage war werden zu sehen noch zu riechen, was auch mit der Windrichtung zu tun haben könnte.
Mit der ersten Etappe musste das Siebengebirge überquert werden und das hieß, rauf und runter im Wechsel. Allerdings waren die Wege besser wie gestern und das kühlere Wetter machte es auch angenehmer.
So kam Harald gut über alle Berge und durfte dann noch ein paar Kilometer Downhill auf Waldwegen genießen. Damit es jedoch nicht zu lustig wurde, galt es auf den letzte 500 Metern den Parkplatz am Drachenfels zu erklimmen. Selbst Lydia hatte mit dem CamperVan ihre Mühe dort hoch zu kommen.
Etappe 2 u. 3 -geplant- (5,5 km u. 5,4 km)
Ein bisschen laufen wir noch durch Wald, aber dann geht es an den Rhein. Dabei passieren wir den legendären Drachenfels, was uns ein paar schmerzhafte Höhenmeter bescheren wird.
Mittagspause mit Rheinblick ist gesichert.

Einfach immer den Rhein rauf laufen ist die Devise für diese Etappe. Das sollte nicht so schwer sein oder?
Im Nachtlager in Unkel gibt es sogar Wohnmobilstellplätze mit Ent- und Versorgung. So was ist auf unserer bisherigen Strecke echt Mangelware gewesen.

Geplante Gesamt-Strecke bisher: 138,74 km
Etappe 2 u. 3 -gelaufen-
Am Parkplatz angekommen wurde schnell gewechselt, denn Lydia hatte sich entschlossen eine Doppelschicht zu laufen. Dafür hatten wir die beiden Etappen etwas umgeplant und schenkten uns den Besuch des Drachenfels. Trotzdem hatte Lydia am Start noch ein paar Höhenmeter zu überwinden um dann zum Rhein abzusteigen und mit dem Genusslaufen zu beginnen.
10 Kilometer müssen aber auch auf nahezu flacher Strecke erst mal gelaufen werden, aber das hat sie ohne Probleme geschafft. So waren wir schon zur Mittagszeit mit unserer „Arbeit“ fertig und haben ein frühes Nachlager in Unkel aufgeschlagen.
Morgen folgen wir aber wieder brav dem Plan…
6. Tag (Samstag, 11.04.2026)
So langsam nähern wir uns dem Ziel, d.h. unserem Zuhause. Vorher genießen wir aber noch das wunderschöne Rheintal.
Etappe 1 -geplant- (19,2 km)
Es geht weiter den Rhein hinauf, allerdings ohne große Anstiege denn es sind gerade mal 89 Höhenmeter angesagt.
Der Wechsel ist in Hammerstein am Ortsrand.

Geplante Gesamt-Strecke bisher: 157,94 km
Etappe 1 -gelaufen-
Die erste Etappe war dann doch nicht so simpel wie gedacht, denn nach 500 Metern war der Zugang zur Rheinpromenade gesperrt und es musste zum ersten Mal umgeplant werden.
Dann lief es allerdings ein paar Kilometer richtig gut, auf einem breiten festen Weg direkt am Rhein entlang. Das sonnige und zum Glück kühle Wetter setzte sich fort, nur ein teils heftiger Gegenwind hatte sich dazu gesellt. Aber das hielt den Körper kühl und machte das Laufen angenehm.
Leider gab es keinen durchgängigen Weg am Ufer entlang und so musste man das ein oder andere Mal vom Rhein weg. Das bedeutet bei dem engen Tal meistens zusätzliche Höhenmeter. Dann ging es aber wieder zurück an den Rhein und ab Linz auch nicht mehr davon weg.
Nun hatte Harald den Komoot-Planer etwas gegängelt die Route möglichst direkt am Fluss entlang zu führen. Das Ergebnis waren einige Kilometer unterhalb des Bahndamms auf einem schmalen, teils recht grob gepflastertem Sims zwischen Rhein und Bahn. Nicht ganz einfach zu laufen und immer mit der Sorge das der Pfad plötzlich zu Ende sein könnte.
Der Wechselpunkt in Hammerstein wurde aber sicher erreicht ohne das geklettert oder zurück gelaufen werden musste.
Etappe 2 u. 3 -geplant- (5,1 km u. 7,3 km)
Weiter am großen Fluss entlang mit wenig Steigung und reihenweise kleiner Orte. Da wird es bestimmt nicht langweilig und schon gar nicht einsam.
Mittagspause machen wir auf einem Wohnmobilstellplatz in Leutesdorf, wieder mit Rheinblick.

Jetzt wechseln wir die Seiten und überqueren den Rhein bei Neuwied / Weißenturm. Dann sind wir auf unserer Seite, die viele für die richtige Rheinseite halten. Außer denen natürlich die auf der anderen Seite wohnen.

Geplante Gesamt-Strecke bisher: 170,34 km
Etappe 2 u. 3 -gelaufen-
Lydia lief ihre Etappe auch bei bestem Wetter und hat sich geschickt den Weg am Fluss entlang gesucht auch wenn der Plan in die Hänge ausweichen wollte. Auf verschiedenen Leinpfade hatte sie einen guten Lauf mit viel Aussicht auf den Rhein.
Die Mittagspause haben wir auf einem kostenlosen Wohnmobilstellplatz mit der wohl besten Aussicht der gesamten Tour verbracht. Direkt am Rhein auf einem kleinen Plateau gelegen hatte man freie Sicht auf den Rhein und dahinter das Stadtbild von Andernach mit den Rheinpromenaden und dem alten Verladeturm.
Dazu bekamen wir noch lieben Besuch, die mit CamperVan, Fahrrad und später noch Schiff unterwegs waren.
Nach der so recht kurzweiligen, schönen Mittagspause war das Wetter immer noch prima, wenn auch deutlich wärmer. Nun ging es erst mal auf der alten Bundesstraße ein paar hundert Meter weiter. Dann jedoch ein steiler Abstieg, der ohne die dort befestigten Seile wohl nicht unfallfrei bewältigt worden wäre.
Anschließend lief der Pfad so dicht am Ufer entlang das er bei nur wenig mehr Wasser im Rhein unpassierbar gewesen wäre. Wieder war der schmale Sims, der hier aus dicken, teils jedoch verschobenen, Betonplatten bestand die Laufstrecke.
In Neuwied musste dann noch ein Stück Deichweg umlaufen werden, das wegen Sanierung gesperrt war. Über die Brücke wurde dann Weißenturm erreicht und das Nachtlager aufgeschlagen.
Nun ist es nur noch ein Tag von der Tour übrige und es geht in Gegenden, die man deutlich besser kennt.
7. Tag (Sonntag, 12.04.2026)
Das ist der letzte Lauftag und damit das große Finale. Vorher müssen allerdings noch ein paar Kilometer gemacht werden.
Etappe 1 -geplant- (16,7 km)
Weg vom Rhein in Richtung Eifel führt der Weg. Die Orte und sogar einige Wege sind uns jetzt bekannt.
Beim Wanderparkplatz Thürer Wiesen wird gewechselt.

Geplante Gesamt-Strecke bisher: 187,34 km
Etappe 1 -gelaufen-
>> Hier erscheint ein kleiner Bericht nach Ende der Etappe <<
Etappe 2 u. 3 -geplant- (7,5 km u. 8,7 km)
Jetzt sind wir schon so nah am Ziel das man dahin laufen könnte und das tun wir natürlich auch.
Zuerst lassen wir uns aber bei Muttern mit einem leckeren Mittagessen verwöhnen.

So die letzte Etappe schmeißt uns noch mal ein paar Höhenmeter vor die Füße, aber das kann uns jetzt nicht mehr schrecken.

Geplante Gesamt-Strecke bisher: 203,54 km
Knapp über 200 Kilometer sind also geplant.
Mal sehen wie viele Kilometer nachher tatsächlich gelaufen wurden…
Etappe 2 u. 3 -gelaufen-
>> Hier erscheinen die Berichte nach Ende der Etappen <<
