Polch, 09.Januar 2021, Geschafft!

Das war unser virtueller Houston Marathon 2021.

Erstmal vorab, es lief gut und wir sind unverletzt und glücklich über die 42,2 km gekommen.Tatsächlich war der Maifeldradweg in der Nacht mit einer dünnen Schneeschicht gepudert worden und glatt. Die erste Stunde sind wir deshalb meist auf dem Randstreifen gelaufen.

Kurz vor Bassenheim stand dann ein Schild das heute Jagd sei und es deshalb gefährlich wäre. Wir liefen trotzdem weiter da wir dachten der Radweg sei davon nicht betroffen. Als jedoch ein paar Meter weiter Rehe durch den Wald flüchteten und wildes, schnell näher kommendes Hundegebell zu hören war, entschlossen wir uns spontan umzukehren. Wir hatten keine Lust von einem Hund oder Jäger als Beute verwechselt zu werden.

So konnten wir unserem ursprünglichen Plan nicht folgen und mussten umdisponieren, d.h. wir liefen ein paar Kilometer auf dem Radweg hin und her um die fehlenden Kilometer zurück zu gewinnen.

Beim Marathon laufen spielt sich viel im Kopf ab (man hat ja auch genug Zeit dafür und nichts anderes zu tun). Die Strecke ist lang und darum kreisen dann die Gedanken. Wenn man dann Abschnitte nicht laufen kann, dann türmen sich die fehlenden Kilometer im Kopf auf.

Wir konnten das durch ein paar Extra-Laufschleifen verhindern und kamen sogar mit mehr Kilometer als geplant in Polch an. Dadurch mussten wir dann in die andere Richtung entsprechend weniger weit laufen als geplant. Und das ist ab Kilometer 35 ein erheblicher Vorteil, denn dann wird eigentlich nur noch mit dem Kopf, d.h. dem puren Willen gelaufen.

Also, alles gut und reibungslos verlaufen. Jetzt heißt es Regeneration…… bis morgen, denn wir sind ja Streakrunner.

PS: Und geh mir weg mit “virtueller” Lauf, dieser Marathon hat sich für mich extrem real angefühlt und wahrscheinlich wird auch der Muskelkater nicht virtuell sein. 😉