Im Rahmen der Oktober Challenge beim Deutsche Post Marathon gibt es auch eine 40 Kilometer-Wertung. Das hat mich natürlich gereizt endlich noch mal eine so weite Strecke zu laufen.

Wir, d.h. Lydia und ich sind morgens früh los gefahren und waren kurz nach 8 Uhr an der Strecke. Bedeckter Himmel und 11 Grad boten gute Voraussetzungen für den Lauf, für Regen war die Wahrscheinlichkeit als niedrig vorhergesagt.

Jeder für sich gingen wir auf die Laufstrecke durch die Bonner Rheinaue.

Da war schon einiges los, neben Morgenjoggern auch viele Radfahrer und man musste aufpassen. Auch auf die Streckenmarkierungen musste man intensiv schauen, denn die hatten schon etwas gelitten. Teilweise waren Schilder sogar mutwillig umgeknickt oder abgerissen worden. Die Pfeile am feuchten Boden manchmal nur gerade noch erkennbar. Aber da wir vergangene Woche schon 2 Runden hier gelaufen waren haben wir den Weg gut gefunden.

Immer mal wieder zwischendurch regnetes es trotz niedriger Wahrscheinlichkeit, allerdings nur leicht.

So ab Kilometer 20 wurde es für mich dann deutlich anstrengender. Da merkte man schon das ich kein spezielles Marathontraining mit langen Läufen gemacht hatte, sondern “nur” das Streakrunning.

Bei Kilometer 25 machte ich einen Stop am Auto und verpflegte mich mit Wasser, Honigstick, Datteln und einem Kohlehydrate-Drink. Den nahm ich dann auch mit auf die letzten 3 Runden.

Die 5 Kilometer die jede Runde hatte kamen mir jetzt deutlich weiter vor. Kurz vor 30 Kilometern hielt ich bei Lydia an, die das Auto näher an die Strecke gefahren hatte. Sie war total glücklich ihre geplanten 25 Kilometer absolviert zu haben.

Für mich blieben noch 2 Runden = 10 Kilometer. Aber 40 Kilometer sind nun mal kein Spaziergang sondern fast ein Marathon. Und da gehört beißen und quälen ein bisschen (oder auch mehr) dazu.

Von den Besuchern, ob Läufer oder Radfahrer der Rheinaue bekam ich nur noch wenig mit, denn ich war voll damit beschäftigt vorwärts zu kommen.

Wieder ein Stopp am Auto kurz vor KM 35. Der Powerdrink war leer, eine letzte Dattel und etwas Wasser und dann ab in die letzte Runde.

40 Kilometer geschafft in 4:06:12. Da war ich durchaus zufrieden und glücklich.

Aber wo ich jetzt schon mal so weit gekommen war, da wollte ich auch den Marathon schaffen. Und so machte ich nach dem Zieldurchlauf einfach weiter um die fehlenden 2,2 Kilometer einzusammeln.

Das war auch noch mal eine harte Nummer, aber geschafft: Marathon in 4:19:44 .