FĂŒr den Individual-Marathon Kiel-Holtenau waren Lydia und ich ganz frĂŒh angereist und ich hatte eigentlich erwartet das ich ĂŒberwiegend alleine dort laufen wĂŒrde. Der Start ist jederzeit zwischen 4 und 10 Uhr möglich, wir waren um 6 Uhr dort. Gleichzeitig kam noch ein anderer Teilnehmer an und so waren wir schon zwei.

Wie sich nach und nach auf der 3.6 Kilometer-Runde herausstellte waren wir jedoch weder die ersten noch die einzigen. Ein Teilnehmer war sogar schon um 4 Uhr gestartet.

So wurde es statt einsam eher kurzweilig, weil wir immer wieder auf andere Teilnehmer/innen aufliefen und dann meist gemeinsam die Runde beendeten.

Dazu wurde es nach und nach auch voll entlang der Strecke, denn es war ja Kieler Woche und die Windjammerparade fĂŒr heute angesagt. Unsere Laufstrecke bot einen sehr guten Ausblick auf die Kieler Förde und damit die Parade.

So versammelten sich immer mehr Schaulustige die ihre StĂŒhle, Decken und reichlich Verpflegung aufbauten und auspackten. In jeder Lauf-Runde wurden es mehr, die hatten jedoch nur Augen fĂŒr die Schiffe.

Durch diese Ablenkungen verging der Marathon gefĂŒhlt recht schnell, wobei die Muskeln und Knochen allerdings genau ĂŒber die gelaufenen Kilometer Buch fĂŒhrten…

Zum Abschluss haben Lydia (die auch eine Runde lief) und ich, mit Hunderten begeisterter Zuschauer die Windjammerparade genossen.