Nachdem wir überglücklich am Nordkap angekommen sind, gab es heute noch einen kleinen Laufbonus. Wir hatten zwei Tunnel bei unserem Lauf ausgelassen, weil diese keine Radwege haben und wir meinten es sei zu gefährlich durch zu laufen.

Nun konnten wir aber feststellen, das beide Tunnel neben der Fahrbahn einen schmalen Bereich haben auf dem man laufen kann und das es am frühen Morgen kaum Verkehr im Tunnel gibt.

So wurde das Projekt „Lückenschluss“ geboren und mit der Durchquerung des Honningsvåg- (4,4 km lang) und Nordkap-Tunnels (6,8 km lang) erfolgreich umgesetzt.

Insbesondere der Nordkap-Tunnel war ein echtes Abenteuer, denn man läuft zunächst von Meereshöhe 212 Meter unter die Erde und dann natürlich ab ca. 4 Kilometer (von Norden kommend) diese Höhenmeter auch wieder hinauf.

Jedes Auto das einen passiert empfindet man von der Lärmbelastung wie einen Güterzug. Es wurde richtig kalt im Tunnel, mit kleinen Eisflächen wo Wasser von der Decke tropft. Der Tunnel ist gut beleuchtet und enthält regelmäßig verteilte Notfallbuchten und -telefone.

Ich habe sogar einen Wanderer mit schwerem Gepäck und Stöcken im Tunnel getroffen, der sich die steile Straße hinaufgekämpft hat.

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